Der Gebetskreis im Diakoniezentrum – ein ganz normaler Gebetskreis?!

Der Anteil der Senioren in der Kreuzkirche ist sehr hoch. 51% der Mitglieder sind älter als 65 Jahre, die meisten von ihnen leben im Diakoniezentrum Springe. Hier besteht seit vielen Jahren ein Gebetskreis, zu dem neben vielen Gemeindemitgliedern auch andere Christen kommen. Wir treffen uns wöchentlich am Dienstagvormittag, in der Regel kommen etwa 20 Personen zusammen. Begonnen wird mit einer Andacht, oft anhand der Herrnhuter Losungen oder anderer Bibelstellen. Wer die Andacht übernimmt, hat auch die Leitung unseres Treffens. Es sind Brüder aus unserem Kreis, aber überwiegend Brüder aus der Gemeinde. Jeder dieser „Leiter“ hat seine
Art, was eine willkommene Abwechselung bedeutet.
Die Gebetsgemeinschaft beginnt meistens mit Lob und Dank , bevor Anliegen genannt werden. Das hilft uns, Gott nicht nur Bitten und Fürbitten vorzulegen. Die Bandbreite der Anliegen ist sehr groß, neben persönlichen Anliegen und solchen aus dem Diakoniezentrum sind es auch Anliegen der Kreuzkirche, der Stadt Springe oder unseres Landes und der Welt, Anliegen der weltweiten
Gemeinde Jesu Christi und der Mission sowie Israel. Was mich immer wieder beeindruckt, ist die rege Beteiligung am Gebet und die Vertrautheit, in der mit Gott gesprochen wird. Was wegen der Corona-Regelungen lange Zeit nicht erlaubt war, ist jetzt wieder möglich – zu Beginn und zum Abschluss unserer Gebetsstunde wird gesungen, Geburtstagskinder haben einen Wunsch frei.
Zwei Dinge will ich noch gesondert nennen. Regelmäßig läuft eine
Sammelbüchse durch die Reihen. Gesammelt wird seit vielen Jahren für ein „Pepe-Projekt“ unseres Bundes in Argentinien. Dahinter steckt ein
pädagogisches Vorschulprogramm, das von christlichen Gemeinden
durchgeführt wird. Obwohl doch alle Beter Rentner sind, kommt Jahr für Jahr eine Summe von etwa 3000 € zusammen. Das ist doch wirklich erstaunlich! Eine andere schöne Sache ist die Beziehung, die sich zur Jungschargruppe der Gemeinde, den King‘s Kids, entwickelt hat. Wir beten für die Kinder und die Leiter der Gruppe, sie haben uns und die Bewohner des Diakoniezentrums schon mehrere Male in der Adventszeit mit ihrem Besuch und ihren Liedern erfreut und mit Bastelarbeiten beschenkt. Für den Gebetskreis gab es außerdem Bastelarbeiten zu Weihnachten.

Reinhard Gottschling