CBI Einschätzungswochende

CBI-Einschätzungswochenende

Mit Abkürzungen ist es ja so eine Sache: Viele nutzen sie, wenige wissen, was
sie eigentlich bedeuten. Ähnlich wird es sicher dem einen oder anderen von
euch mit CBI gehen – man hat davon in Mitgliederversammlungen gehört, aber
was war das gleich?


Hintergrund zu CBI
Das Thema CBI begleitet einen Teil der Gemeindeleitung bereits seit 2018. CBI
steht für „Church Basic International“ und dahinter verbirgt sich die Gemeinde-
Beratung des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP).
Wie aber sind wir zu der Beratung von
CBI gekommen? Im Jahr 2018 suchte
ich für mich nach einer Möglichkeit zur
Fortbildung und ich bin dabei auf die
Gemeindeberater-Ausbildung des BFP
gestoßen. Obwohl ich bis dahin keine
Verbindung zum BFP und der Beratung
durch CBI hatte, hatte mich auf Anhieb
das Schaubild von CBI zu Gemeinde
angesprochen.


Meine damalige (und auch heutige)
Frage war, wie man die gesamte
Gemeindearbeit im Blick behält. Denn
schnell neigt man im Alltag dazu, seine
Lieblingsthemen oder die Themen in den Blick zu nehmen, wonach am meisten
gefragt wird. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass man grundlegende
Aufträge der Gemeinde Gottes in dieser Welt aus den Augen verliert.
Nachdem zunächst eine kleine Delegation aus der GL an einer
Fortbildungsreihe mit CBI teilgenommen hat, hat sich die gesamte GL 2020
dazu entschieden, an den vier Trainingstagen in Braunschweig teilzunehmen. In
der Rückschau auf diese Termine haben wir alle den intensiven Austausch, die
Inhalte des Kurses und die praktischen Beispiele der Umsetzung sehr zu
schätzen gelernt.


Und nun?
Und was machen wir nun damit? Wir kennen das bestimmt alle, dass man eine
inspirierende Konferenz besucht oder eine motivierende Predigt gehört hat,
aber im Alltag das Gehörte wieder schnell aus den Augen verliert. Damit das mit
CBI nicht geschieht, hat man einen Beratungsprozess geplant. An die
Trainingstage, in denen die theoretischen Inhalte vermittelt werden, schließt

sich ein Einschätzungswochenende an und im Anschluss kann ein
Beratungsprozess mit einem erfahrenen Berater gewählt werden.
Als Gemeindeleitung war für uns früh klar, dass wir nicht nur die theoretischen
Inhalte aufnehmen wollen, sondern auch das Einschätzungswochenende
angehen möchten. Dies hatten wir eigentlich bereits im letzten Jahr geplant.
Aus terminlichen Gründen wird es allerdings erst in diesem Jahr klappen. An
dem Wochenende vom 29.4.-01.05. wird uns ein Team von CBI besuchen und
uns anschließend ein qualifiziertes Feedback zu unserer Gemeindesituation
geben.


Wie sieht so ein Einschätzungswochenende aus?
Freitag und Samstag stehen unter dem Zeichen von Interviews. An diesen
beiden Tagen werden Interviews mit ca. 25 Personen aus der Gemeinde geführt
werden. Dazu gibt es einen standardisierten Fragebogen, in dem die 15
Bereiche aus dem Schaubild erfragt werden. Der Freitag beginnt damit, dass
zunächst das Pastorenehepaar (in unserem Fall wohl auch Jörg und Bianca)
interviewt wird. Am Samstag folgen Interviews mit der Gemeindeleitung und
Bereichsleitern, die in den 15 Funktionen der Gemeinde verantwortlich tätig
sind. Am Samstag folgt unter den Befragten dann schon mal die erste
Auswertung.


Am Sonntag besucht das Team dann unsere beiden Gottesdienste und
versucht, ein Bild von uns als Gemeinde zu gewinnen. Im Anschluss an den
Gottesdienst wird dann mit der gesamten Gemeinde eine Auswertung
durchgeführt.


Was geschieht im Anschluss mit der Auswertung?
Das Ziel der Auswertung ist es, ein konstruktives Feedback über die aktuelle
Situation der Gemeinde zu geben, und gleichzeitig noch an diesem Sonntag
den Weg in die Zukunft zu weisen.


Dazu soll an diesem Tag ein „Zukunftsteam“ der Gemeinde die Arbeit
aufnehmen. Das Zukunftsteam arbeitet neben der Gemeindeleitung her und
versucht, in Abstimmung mit der Leitung die gewonnenen Impulse umzusetzen.
Wie wird das Zukunftsteam besetzt? Das Zukunftsteam bildet sich für ca. 12-18
Monate und soll eine ungefähre Größe von 10% der Gottesdienstbesucher
haben. In unserem Fall hätten wir also eine ungefähre Gruppengröße von 10-15
Personen. Die Gruppe soll zur Hälfte aus bestehenden Bereichsleitern und zur
anderen Hälfte aus „neuen“ Leitern bestehen.


Das Zukunftsteam ist keine Konkurrenz zur Gemeindeleitung, sondern das
Zukunftsteam soll helfen, die Aufgaben zu priorisieren und Lösungen
entwickeln, die dann in Absprache mit der Gl umgesetzt werden. Dazu wird sich das Zukunftsteam sowohl als Gesamtgruppe als auch in Teilen zu den fünf
Themen (Leitung, Geistliches Leben, Gemeinsames Leben, Dienstbereites
Leben und Öffentliches Leben) treffen. Das gibt die Chance, dass man sich
seinen Gaben entsprechend und für eine begrenzte Zeit einbringen kann.
Wer sind denn eigentlich die Personen vom CBI, die uns besuchen
werden?


Federführend wird an diesem Wochenende Steve Walent sein. Steve ist Jg.
1958 und verheiratet mit Christina. Steve ist gebürtiger Amerikaner und seine
Frau ist Finnin. Nach einer Ausbildung zum Sozialberater und anschließendem
Theologiestudium ist Steve 1985 als Missionar nach Europa ausgesandt
worden. Seine Tätigkeiten führten ihn zunächst zu Gemeindegründungsarbeiten
in Österreich und im Anschluss nach Dresden. Mittlerweile wohnen sie als
Ehepaar in Tostedt. Steve ist im Christus Centrum Tostedt als ehrenamtlicher
Ältester tätig. Beruflich liegt ihm die Gemeindeberatung in Europa (vor allem in
deutschsprachigen Ländern, Finnland und Osteuropa) am Herzen.
Begleitet wird Steve voraussichtlich von Andreas Timm, Pastor des Christus
Centrum Tostedt und in der Ausbildung zum CBI-Berater.

Im Alltag wird man manches Mal blind für die schwarzen Flecken. Deshalb sind
Impulse von außen oft so elementar wichtig, um wieder klar sehen zu können:
Als Gemeindeleitung freuen wir uns entsprechend sehr auf das Wochenende
und die daraus erwachsenden Impulse für uns als Kreuzkirche.

Rudi Drews